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Wahlrecht

Wahlrecht

1 111,00 €

Durchschnitt: 5 (2 Stimmen)

Serie: 
Edition/Auflage: 
1
Jahr: 
2022
Lieferzeit: 
3 to 5 working days
Ort: 
Köln
Maße: 
5 × 80 × 100 cm
colour: 
Schlagworte: 

Die Frauen in Köln hatten nicht immer eine Wahl. 1960 konnten sie zumindest zwischen einem Mann oder Schokolade wählen. Eine solche Entscheidung in der drallen und bunten Schokoladenstadt, ist selbst den frommen Klosterfrauen nicht leicht gefallen.
Das Stollwerkmädchen ist Sinnbild für die Arbeiterinnen im Servinsviertel
Der Dom, hier als heilige Super-Mutter Maria und als eine Flasche belebenden Gesundheitstrankes verkörpert, symbolisiert auch den Zwiespalt  und Rückständigkeit in der katholischen Kirche. Frauen haben hier bis heute keine Wahl.

 

Quellen:
Wahlrecht für Frauen:
Wahlplakat aus Köln
Anfang der Adenauerzeit 1918 durften die Frauen aus Köln das erste Mal wählen gehen.
„Frauen von Köln! Das Wahlrecht ist Euch verliehen! In wenigen Wochen sollt ihr an die Wahlurne treten, sollt über Euer und Eures ganzes Volkes Geschick entscheiden. Seid ihr Euch Eurer hohen Verantwortung bewusst? Bisher standet Ihr wohl dem politischen Leben fern. Das darf nicht mehr sein. Sorget für Eure politische Aufklärung. Schliesst euch uns an! Deutsche Demokratische Partei“

Trude Herr:
Tru­de Herr war ei­ne Kölsche Ko­mö­di­an­tin, Thea­ter­di­rek­to­rin und Au­to­rin. Sie be­gann ih­re Kar­rie­re als Schau­spie­le­rin und Büt­ten­red­ne­rin und sorg­te in den Spä­ten 1950er Jah­ren als Dar­stel­le­rin im Film so­wie als Schla­ger­sän­ge­rin für Fu­ro­re. Spä­ter grün­de­te sie in Köln das „Thea­ter im Vrings­vee­de­l“, das we­gen sei­ner mo­der­nen In­sze­nie­run­gen zu den am stärks­ten fre­quen­tier­ten Pri­vat­büh­nen der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land zähl­te.
1960 veröffentlichte sie selbstbewußte Trude Herr „Ich will keine Schokolade“ und landete mit dem Song einen Riesenerfolg.
Refrain:
Ich will keine Schokolade
Ich will lieber einen Mann
Ich will einen, den ich küssen
Und um den Finger wickeln kann

4711:
Ein belebender Gesundheitstrank entwickelt sich zum Eau de Cologne – und geht um den Globus: Das ist der Beginn von 4711 und einer der ältesten Produktgeschichten der Welt.
Während der französischen Besatzung schickten die Soldaten das Erzeugnis als Gruß unter der Bezeichnung "Eau de Cologne" in die Heimat. Den Franzosen verdankt das Duftwasser auch sein Markennamen 4711. Die Legende sagt, dass der französische Stadkommandant befohlen hatte die Kölner Häuser mit dem Dom beginnend durchzunummerieren. Der Soldat schrieb an das Haus in der Glockengasse mit seinem Kreidestift die Nummer 4711. Zu der Zeit verkaufte der clevere Geschäftsmanns Wasser noch als medizinisches Heilmittel. Als die französische Besatzungsregierung im Jahr 1810 die Herausgabe aller Rezepturen für pharmazeutische Produkte verlangte, deklarierte der findige Fabrikant das Produkt in ein Duftwasser um.

Klosterfrau Melissengeist:
1826 gründet die Nonne den Herstellungsbetrieb „Maria Clementine Martin Klosterfrau“ am Fuße des Kölner Domes. Ihr Melissenwasser findet reißenden Absatz, Maria Clementine gelingt es dazu, das Wappen des preußischen Königs auf ihre Etiketten drucken zu lassen. Vermutlich als Dank, weil sie in einer Krankenstation bei der Schlacht von Waterloo diente. Das Wappen ist bis heute auf jeder Flasche abgebildet.

Stollwerckmädchen mit Stollwerckschokolade
Auf der Kölner Severinstraße, am Severinskirchplatz blickt das Stollwerck-Mädchen seit 1990 von einem Brunnen unweit der Kirche St. Severin auf die Passanten. Die vom Bildhauer Sepp Hürten geschaffene Skulptur blickt zurück auf die Schokoladenproduktion in der Stollwerck-Fabrik. Das Gesicht der Figur erinnert ein wenig an die Puppen im Hänneschentheater. Die Stollwerck-Mädchen waren Arbeiterinnen in der gleichnamigen Fabrik und genossen als Frauen, die nicht das klassische Rollenklischee erfüllten und nicht zu Hause am Herd standen, um 1900 einen zweifelhaften Ruf. Die Skulptur, die keck den Passanten Schokolade anbietet, steht für die emanzipierte Haltung als Arbeiterin

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